Amphibienschutz
NABU Weingarten organisiert Amphibienschutzaktion bei Berg-Horrach
Bereits seit 2012 wurde festgestellt, dass an der Berger Gemeindestraße am Horrach-Hof im März vor allem Erdkröten (aber auch Bergmolche und Grasfrösche) bei ihrer Wanderung zu Laichgewässern nachts von Autos überfahren werden.
(Bild: Helmut Kraft)
In 2013 kümmerten sich erstmals einige NABU- Miglieder darum und trugen die Amphibien nachts über die Straße.
In 2016 wurden erstmals mehrere Gullys, in die einzelne Kröten hineinfallen und sich nicht mehr befreien können, mit einem Drahtgitter (siehe Foto) abgedeckt.
Warum sammeln wir die Tiere ein?: Kröten spielen in Gärten eine wichtige Rolle bei der
Schädlingsbekämpfung. Wenn sie in größerer Zahl auf Straßen überfahren werden, bilden sie
eine glitschige Masse und stellen eine Verkehrsgefährdung dar.
Außerdem verdienen sie als Mitgeschöpfe unseren Schutz.
Sammelergebnisse:
Die Zahl der Kröten schwankt von Jahr zu Jahr ganz erheblich (siehe Diagramm):
lebende Kröten: 302 (in 2026) bis 1309 (in 2023)
tote Kröten: 17 (in 2022) bis ca. 200 (in 2012)
Helfergruppe
Seit 2017 helfen auch zahlreiche Naturfreunde/innen mit, die keine NABU-Mitglieder sind. Bisher insgesamt maximal 49 Helfer/innen (darunter 23 Kinder) in 2025
Weitere Amphibien-Wanderstrecken:
Auch in Schmalegg-Unterwolfsberg sammeln wir im Frühjahr Amphibien bei der Laichwanderung von der Straße.
Im Stadtgebiet von Weingarten bemühen wir uns am Schwanenweiher und Kreuzbergweiher, Amphibien vor dem Überfahrenwerden zu retten. Wer mithelfen möchte und möglichst in Weingarten wohnt, bitte bei (nabu-weingarten-aktiv@web.de) melden.
Diagramm: Helmut Kraft
Die Fortpflanzung der Erdkröte
(Bild: Helmut Kraft)
Die erwachsenen Tiere wandern im März/April bis zu
2,2 km weit zu den Gewässern, in denen sie selbst
zur Welt kamen. Dabei lassen sich die kleineren
männlichen Kröten oft von den Weibchen tragen.
In größeren oder kleineren Tümpeln setzen
die Weibchen gallertige Laichschnüre mit schwarzen
Eiern unter Wasser an Pflanzen ab. Dabei geben die
Männchen den Samen dazu. Aus dem Laich
entwickeln sich kiemenatmende Kaulquappen. Wenn
diese zunächst 2 Hinterbeine, dann auch
2 Vorderbeine entwickeln und dann über die Lunge
atmen können, verlassen sie das Wasser und wandern in die Umgebung, gerne in Wälder und
Gärten.









